Der Wasserförderzug NRW dient der Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken (≤ 2.000 m) und kann bei Hochwasserlagen bzw. Überschwemmungen eingesetzt werden.

Ein Wasserförderzug NRW (WFZ NRW) besteht aus folgenden Fahrzeugen:

  • einem Führungsfahrzeug (KdoW oder ELW1) mit Fahrer und einem Zugführer besetzt,

  • dem Wechselladerfahrzeug /WLF32) mit dem Abrollbehälter Wasserfördersystem HFS (AB-WFS) für den Transport der Pumpeneinheit, der F-Schläuche und der erforderlichen Armaturen,

  • einem Gerätewagen Logistik 2 (GW-L2) mit weiteren feuerwehrtechnischen Gerätschaften und den 3 Flood-Modulen für den Lenzbetrieb bei Hochwasserlagen und einem

  • einem Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) zum Transport von Mannschaft und der persönlichen Schutzausrüstung

 Ingesamt sind für den Einsatz des Wasserförderzuges NRW 10 Einsatzkräfte vorgesehen.

 

Einheitsführer André Jansen

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stellv. Einheitsführer Christoph Heimann

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Samstag, den 01. Oktober 2016

Maschinisten Fortbildung 2016

Thema: Wasserförderung über lange Wegstrecken

Am heutigen Samstag wurde die alljährliche Maschinisten – Fortbildung im Bereich der Kupferstraße durchgeführt. Nach einer Stunde Theorie wurden die errechneten Ergebnisse in die Praxis umgesetzt.

Es wurden zwei Varianten durchgeführt. Bei der Variante 1 wurde durch das Feuerlöschboot ca. 5.000 Liter Wasser pro Minute über eine Strecke von 1.100 Meter gefördert. Als Schlauch wurde der F-Schlauch (150 mm) vom Wasserförderzug NRW (WFS NRW) genutzt. Hätte man diese Wassermenge mit B-Schläuche transportieren wollen, wären 5 B-Leitungen parallel notwendig gewesen (Gesamtlänge 275 B-Schläuche). Am Ende der Schlauchleitung standen drei Löschfahrzeuge zur Verfügung um den Wasserdruck zu erhöhen und das Wasser dann über drei Wasserwerfen abzugeben.

In der Variante 2 wurde die Pumpe des Hytrans-Fire-System als Verstärkerpumpe in die Leitung eingebaut. Dadurch konnte die Wasserförderung um ca. 1.000 l/min gesteigert werden.

 

 


 

Samstag, den 17. September 2016

Schlauchprüfung

Nach Vorgaben des Herstellers sollen einmal im Jahr die 2.000 Meter F-Schlauch (150mm) aus dem Schlauchfach des Hytrans-Fire-System ausgebracht werden, damit keine schadhaften Knickstellen durch die Lagerung entstehen. Weiterhin soll jährlich eine Druckprüfung der Schläuche vorgenommen werden. Der Prüfdruck sollte nach Herstellerangaben 21 bar betragen.

Um diese Aktion durchführen zu können, wurde eine freie Strecke von 2.100 m und eine unabhängige Löschwasserversorgung (benötigt ca. 36.000 Liter) benötigt. Um den Straßenverkehr und die Trinkwasserversorgung von Emmerich nicht unnötig zu belasten, wurde der Feuerwehr freundlicherweise das Betriebsgelände eines großen Logistikunternehmens zur Verfügung gestellt.

Um 9:00 Uhr morgens wurde die Schlauchleitung gelegt und über einen Löschbrunnen die F - Leitung gefüllt. Um die geforderten 21 bar zu erreichen, wurden die Pumpen des PTLF und des HLF vom Löschzug Stadt in „Reihe“ geschaltet. Das bedeutet, dass die Pumpe der PTLF das Wasser mit ca. 12 bar in die Pumpe vom HLF drückt. Dort wird der Druck auf 21 bar erhöht und somit der Druck im F-Schlauch erzeugt.

 


 

Um das System auch bei Hochwasserlagen effektiv einsetzten zu können, ist für jedes HFS ein sogenanntes FLOOD-Modul in der Beschaffung. Die Gerätschaften sollen auf einem noch zu beschaffenden Gerätewagen verlastet werden.

 


 

Das Land Nordrhein-Westfalen beschaffte im November 2015 für den Katastrophenschutz in NRW sechs baugleiche Abrollcontainer vom Typ "Hytrans-Fire-System (HFS)". Das System dient zur Löschwasserförderung oder zum Lenzen von Hochwasser. Jede Bezirksregierung und das Institut der Feuerwehr in Münster haben solch einen speziellen Abrollbehälter erhalten. Der Container besteht aus einer seperat absetzbaren Pumpeneinheit, einem Behältnis für
2000 m F-Schläuche, einer Schlauchaufnahmevorrichtung und Gerätschaften wie Schlauchbrücken und Armaturen zur Wasserfortleitung.

Zum Transport der 13 Tonnen schweren Abrollbehälter beschaffte das Land NRW zusätzlich sechs Wechselladerfahrzeuge vom Typ Mercedes Benz Arocs 8 x 8 Ak 4142.

 


Der Ausbau der Fahrzeuge erfolgte bei der Firma F&B Nutzfahrzeug-Technik GmbH in 67677 Hagenbach.

 


Auf der Interschutz stellte die Firma Hytrans Fire Systems einen Prototypen eines "Hochleistungswasserförderungs-Modules NRW" vor.

 

 

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