Feuerwehrseelsorger -  Kamerad und Begleiter

Die umfangreicher gewordenen Anforderungen und die steigenden, auch persönlichen Belastungen im Dienst der Feuerwehren haben im Verlauf der Jahre dazu geführt, den Aufgabenbereich der Feuerwehrseelsorge zu schaffen.

Mein Einstieg in diese Aufgabe begann damit, dass ich auf diese Aufgabe angesprochen und meine Bereitschaft dazu erbeten wurde.

Als technischer Laie der Feuerwehrarbeit musste ich mir zunächst einiges an Grundwissen aneignen, was ich durch ständige Hospitationen und Teilnahme an den Übungen zu erreichen versuchte. Daneben lagen zahlreiche (ca. 3-4 Veranstaltungen pro Jahr) Aus- und Fortbildungsmaßnahmen auf örtlicher und überörtlicher Ebene (Fachtagungen in Kevelaer, beim IdF Münster und im Bistum Münster).

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Am wichtigsten aber war und bleibt mir der persönliche Kontakt mit den Kameraden in den beiden Löschzügen Emmerich Stadt und Vrasselt. Viele Begegnungen, Gespräche, Mails und andere Kontaktmöglichkeiten trugen dazu bei, nah bei der „Truppe“ zu sein.

Meine Aufgabe als Feuerwehrseelsorger sehe ich darin, dass im Bedarfsfall zunächst das soziale Netz der Kameraden untereinander zum Tragen kommt. Dort können sicherlich viele, kleinere Probleme und Fragen intern gelöst werden. Sollte es einen erhöhten Bedarf z. B. bei Einsatznachbesprechungen u. a. geben, halte ich mich gern zur Verfügung. Bei allen Einzelmaßnahmen, Gesprächen, Begegnungen ist es mir immer wichtig gewesen, den Kameraden gegenüber in den Blick zu nehmen, ihm zuzuhören, auf Fragen zu antworten, Probleme sachgerecht und beratend anzugehen und zu lösen Erst wenn mit der Gesprächspartner gegenüber signalisiert, dass er sich verstanden fühlt, dass ihm angebotene Hilfen Orientierung geben können, können solche Vorgänge als abgeschlossen gelten – was nicht bedeutet, dass  ich nicht hin und wieder  ihn anspreche, um erfahren zu dürfen, dass er sich selbst gut beraten fühlt und die angestandenen Probleme (dienstlich wie privat) gelöst wurden!

Betonen möchte ich nach einigen Dienstjahren drei Aspekte:

  1. Ich habe keinerlei Feuerwehr-technische Ausbildung, bisweilen ein mir spürbar werdender Mangel
  2. In all den Jahren fühlte und fühle ich mich an- und aufgenommen, was  in hohem  Maße auch für die Unterstützung der Verantwortlichen gilt
  3. Die beste Anerkennung dieses Dienstes ist die Tatsache, dass ich angesprochen werde, wenn Bedarf besteht

 Weiterführende Informationen auch unter:

http://www.feuerwehrseelsorge.de/

http://www.kirchenkreis-kleve.de/notfallseelsorge.html

www.notfallseelsorge-kleve.de

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